OK-Töchter


Wie verhalte ich mich als Mutter einer OK-Frau?

Als Mutter können Sie Ihrer Tochter die Entwicklung zur OK-Frau erschweren, indem Sie ihr zusätzlichen Druck machen oder allzu empathisch mit ihr mitleiden, wenn sich ihr Kinderwunsch nicht realisiert.
Sie können Ihre Tochter in dieser Entwicklung aber auch unterstützen. Wenn meine Seite dazu Anstoss geben kann, freue ich mich sehr.

Möchtegern-Grossmütter

verhalten sich hilfreich, wenn sie ...
  • ihre Tochter ihr eigenes Leben leben lassen
  • ihre Tochter ihre Akzeptanz dafür spüren lassen, dass diese ihr eigenes Leben lebt und ihre eigenen Entscheide trifft
  • mit ihrer Tochter ein offenes Gespräch suchen
  • ihr Bedauern über ausbleibende Enkelkinder aussprechen ohne die Tochter unter Druck zu setzen
  • sich um ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse kümmern ohne diese auf ihre Töchter zu projizieren
machen ihrer Tochter das Leben schwer, wenn sie ...
  • die Tochter immer wieder danach fragen, wann sich denn endlich Nachwuchs einstellt
  • ihre Tochter ermahnen, mit der Familienplanung vorwärts zu machen
  • ihre kinderlose Tochter als egoistisch bezeichnen
  • sich zu der Aussage hinreissen lassen: "Wenn ich so gedacht hätte wie du, wärst du nicht da!" (auch wenn sie fraglos der Realität entspricht)


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kein Enkelkind
Meine Tochter und ihr Mann wünschen sich seit gut 8 Jahren ein Kind. Sie haben 7 erfolglose künstliche Befruchtungsversuche hinter sich gebracht, der 8. Versuch führte zum Erfolg und meine Tochter (38) war zum erstenmal in ihrem Leben schwanger. Leider kam es in der 8. Woche zu einer Fehlgeburt, was für uns alle einer Katastrophe gleichkommt. Soviel Enttäuschungen und dann endlich die helle Freude, und dann das!
Ich kann nicht sagen, wie unglaublich traurig uns das alle gemacht hat und ich bin leider in eine tiefe Depression gestürzt, die ich momentan mit Medikamenten behandeln muss. Wie es meiner Tochter geht vermag ich garnicht zu erahnen - und das alleine zieht mir den Boden unter den Füßen weg. Mir ist derzeit alle Hoffnung und alle Lebensfreude genommen, ich habe noch nie so einen Schmerz gefühlt und eine unglaubliche Hilflosigkeit, meinem Kind nicht helfen zu können.
Hat hier jemand als "Beinahe-Oma" schon solche Erfahrung gemacht und wie wurde damit umgegangen. Ich bin wirklich verzweifelt und suche dringend nach jemandem, mit dem ich mich austauschen könnte. Ich beantworte jede Mail.
Liebe Grüße, Karin
Karin Rossmoeller, 61

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Kein Druck
Ich bin eine OK-Frau und erfuhr von meiner Mutter glücklicherweise nie irgendwelchen Druck, was die Enkel-Produktion anging. Nachdem ich mich mit 29 Jahren hatte unterbinden lassen, stellte sie lediglich ein klein wenig bedauernd fest, dass sie nun halt keine Enkelkinder haben würde.
Ich bin meiner Mam dankbar, dass sie mir Raum gab, meine eigene Entscheidung zu treffen.
Ingrid, 51

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mitgelitten und mitgefühlt
Lange habe ich mit meiner 45-jährigen kinderlosen Tochter in der Zeit, als ihre “biologische Uhr” tickte, einfach mitgelitten und mitgefühlt. Ich merke erst jetzt, wie einseitig das war. Dass ich ihr in dieser Zeit damit keine grosse Hilfe war, habe ich immer wieder gespürt. Irgendwie fällt es mir nun wie Schuppen von den Augen, was sie vielleicht von mir gebraucht hätte! Rosmarie, 69

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