15. Januar 2023 – Die wahre Geschichte hinter der OK-Insel


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Besteht dein Freundeskreis zu einem grossen Teil aus Leuten zwischen 25 und 50?
Dann kennst du bestimmt das Phänomen, dass er zu schrumpfen scheint, obwohl niemand dir die Freundschaft gekündigt hat.

In diesem Altersspektrum gründen viele eine Familie und dann ist es einfach nicht mehr dasselbe. Mit gutem Willen und etwas Aufwand kann man zwar die Freundschaften erhalten.
Aber es gibt stets weniger Leute, die spontan mit an einen kulturellen Anlass oder einfach ausgehen können, geschweige denn mit auf Tagesausflüge oder in die Ferien. Und je länger je mehr fehlen einem die ungestörten Gespräche, die nicht von den (oft berechtigten) Bedürfnissen der Kinder unterbrochen werden.

Kein Wunder macht man sich irgendwann auf die Suche nach anderen kinderlosen Leuten (ich nenne sie OK-Menschen).

Seit ich 2014 die Website kinderfreilos.ch online gestellt habe, erhielt ich immer wieder Anfragen, ob ich OK-Frauen in der Region so und so kenne, die sich mit anderen vernetzen möchten.
Tatsächlich habe ich einige miteinander in Verbindung gebracht, es entstanden Treffen und Freundschaften. Mit der Zeit wurde es mir jedoch zu viel, mir all die Leute und Regionen zu merken und das Knüpfen solcher Kontakte zu organisieren (selbstverständlich umsonst).

Die Idee einer Kartei entstand, gefolgt von der Idee, das online zu machen, so dass alle, die in die Kartei rein wollen, selbst nach anderen suchen und sie finden können.

Dieses Prinzip funktioniert ähnlich wie eine Datingplattform, daher nahm ich als Grundlage die opensource Software für eine Datingsite und änderte sie ab.

Zusammen mit einem Freund, der sich aufs Programmieren versteht, war ich einige hundert Stunden damit beschäftigt, die "OK-Insel" zu erstellen.
Seit 2 Jahren funktioniert sie und viele Freundschaften wurden geschlossen.

Das Ganze hat bloss einen Haken:
Wir sind uns von den sozialen Medien her gewöhnt, dass auf diesen Plattformen ganz viel Aktivitäten stattfinden und wir darüber ständig informiert werden.

Die Betreiber dieser Plattformen wollen, dass möglichst viele Leute möglichst viel Zeit auf ihrer Plattform verbringen. Das ist die Voraussetzung, um mit deinen Daten und Werbung Geld verdienen zu können – je mehr User online, desto attraktiver ist die Plattform wirtschaftlich. Denn für die User ist ja alles gratis.

Bei der OK-Insel ist das anders:
Keine Werbung, kein Verkauf der User-Daten.
Also gibt es keinen Grund, die Mitglieder ständig aufzufordern, nachzuschauen, was sich getan hat, wer was gepostet hat und so weiter.
Und es gibt auch keine Features, die einen dazu verleiten, möglichst lange auf der Plattform zu bleiben.
Das war zwar in der Ursprungssoftware vorgesehen, aber ich habe alles deaktiviert.

Denn das würde nicht dem eigentlichen Zweck dienen. Der Zweck der OK-Insel ist es, OK-Menschen zu vernetzen.

Wundere dich also nicht, wenn der Eindruck entsteht: "Hier ist ja gar niemand online, da läuft ja nichts."
Die OK-Insel ist im Grunde genommen eine online Kartei, in der man sich selbst bedienen kann. Anschauen ist sogar umsonst. Und mit einer einmaligen Zahlung darfst du dich so oft und so lange bedienen wie du willst.

Einmalige Zahlung?
Damit meine Arbeit einen Ausgleich erfährt, ist eine Aktivmitgliedschaft kostenpflichtig.
Sich registrieren und umschauen kann man umsonst, als Passivmitglied. Möchte man aber in Kontakt treten, braucht es die Aktivmitgliedschaft.
Eine solche kostet einmalig 25 Fr./Euro. Reich werde ich davon bei weitem nicht, aber es ist eine Anerkennung meiner Arbeit und ich kann damit immerhin einen Teil meines Internetanschlusses bezahlen und den Programmierer, der ebenfalls umsonst gearbeitet und mir sein Wissen weitergegeben hat, mal zum Essen einladen.

Bist du schon dabei, drin in der OK-Menschen-Kartei?
Und bist du schon aktiv?
Oder findest du die 25Fr./Euro zuviel verlangt?
Tu, was du für richtig hältst.
Ich wollte dich einfach mal darüber aufklären, was Sache ist.
Und wenn du Tipps oder Ideen hast, lass es mich wissen – vielleicht lässt es sich umsetzen.
Und überhaupt interessiert mich deine Meinung dazu.

Herzlicher Gruss, Regula


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